Das sollten Sie beim LED-Lampenkauf beachten

Ein Ø Leuchtmittel in einem Ø Haushalt wird ca. 2,7 Std. pro Tag betrieben. Daher gilt die Faustregel: 1.000 h Lebensdauer = 1 Jahr. Die tatsächliche Lebensdauer wird nach einem statistischen Verfahren berechnet: L70/B50. L70 bedeutet, dass die Lampe am Ende der angegebenen Lebensdauer noch mindestens 70% Restlicht abgeben muss. Kritischer ist aber der „B“-Wert. Er besagt nämlich wie viele Lampen statistisch ausfallen dürfen: B50 = 50%. Es empfehlen sich daher Lampen mit einer hohen Lebensdauer von mindestens 20.000 Std.

 

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Farbtemperatur

Die Einheit Kelvin [K] ist die Maßeinheit für die Farbtemperatur des Lichtes. Eine brennende Kerze hat ca. 1.500 K, eine Glühlampe ca. 2.700 K und Sonnenlicht etwa 6.500 K. Je niedriger der Wert, umso „wärmer“ erscheint also das Licht. Wenn Sie eine Glühlampe ersetzen wollen, sollten Sie 2700 K wählen.

 

 

Leistungsaufnahme

Die Einheit Watt beziffert die Leistungsaufnahme und damit den Energiekonsum. Für Glühlampen galt: Je heller das Leuchtmittel leuchten soll, desto mehr Leistung benötigt es. Dies gilt für LED-Lampen so nicht. Höhere Wattagen bedeuten nicht mehr unbedingt helleres Licht. Die Wattangaben einer Lampe dienen lediglich als Orientierung.

 

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Lichtstrom

Dieser Wert gibt die Menge des Lichtes unabhängig von der Abstrahlungsrichtung an und wird in Lumen [lm] gemessen. Er ist also die wichtigste Kenngröße zur Bestimmung der Helligkeit eines Leuchtmittels (Lumen als das neue Watt). Im Gegensatz zu Glühlampen erzeugen die meisten LED-Lampen „gerichtetes Licht“, d.h. der Lichtstrom wird vermehrt in eine Richtung abgegeben: Typisch für eine Glühlampe: 320°. Die Lumen-Angabe sollte also immer im Verhältnis zum Abstrahlwinkel gesehen werden. Als Faustregel gilt jedoch: Wattzahl der Glühlampe x 10 (z. B. 10 W matte Glühlampe = 100 lm).

 

 

Farbwiedergabe

Zur Beschreibung der Lichtqualität von Leuchtmitteln wird der sogenannte Farbwiedergabeindex (CRI oder auch Ra) verwendet. Glühbirnen haben per Definition den Wert 100 Ra. Der Gesetzgeber schreibt für LED-Lampen vor, dass ein Farbwiedergabewert von mindestens 80 erreicht werden muss. Lampen, die darunter liegen, sind im Handel nicht zugelassen. Eine höhere Farbwiedergabe ist immer mit erhöhtem Aufwand und Mehrkosten sowie niedrigerer Effizienz verbunden (von 80 Ra auf 90 Ra sind das ca. 25%), weshalb viele Hersteller „gerne“ bei 80 Ra bleiben. LEDON empfiehlt einen Ra > 80.

 

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Schaltfestigkeit

Ein qualitativ hochwertiges LED-Leuchtmittel sollte während seiner Lebensdauer ohne signifikante Ermüdungs- oder Verschleißerscheinungen An- und Auszuschalten sein. Dieses Kriterium ist wichtig, um Aussagen über die Produktqualität treffen zu können. Eine LED-Lampe sollte auf mindestens 50.000, besser 100.000 Schaltungen ausgelegt sein.

 

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Energieeffizienz

Noch wichtig zu wissen und leicht anhand der Angaben auf der Verpackung auszurechnen: Die Energieeffizienz. LED-Lampen sind die effizientesten Leuchtmittel auf dem Markt. Sie verbrauchen zwischen 80 und 90 Prozent weniger Energie als von der Helligkeit vergleichbare Glühlampen. Auch LED-Lampen unterscheiden sich untereinander in ihrer Effizienz. Jedoch ist zu beachten, dass hohe Effizienzwerte oftmals auf Kosten anderer Parameter erzielt werden (siehe Farbwiedergabe). Wir empfehlen Produkte mit einer Effizienz von mindestens 45 Lumen/Watt.